Case Study: Volvo

FM-Fallstudie

(von Euro FM, aus dem Englischen übersetzt)

Die Volvo-Gruppe ist ein international Unternehmen mit Fokus auf kommerziellem Transport und Infrastruktur und mit einer weltweiten Marketing-Organisation sowie Produktionsstätten in 20 Ländern. Die Werte des Unternehmens sind Qualität und Sicherheit unter Berücksichtigung der Umwelt. Diese Fallstudie wurde erarbeitet mit der Volvo Car Coorporation (VCC), die in 1999 an Ford verkauft wurde.

Die Fallstudie behandelt die frühere Lackiererei in der Torslanda Produktion, TB1. Als wegen neuer Umweltanforderungen 1990 eine neue Lackiererei errichtet wurde, wurde die alte redundant. Das Gebäude war extra für Lackierzwecke ausgelegt worden mit einem Installations-System vom Boden bis zur Decke, das das Gebäude in eine Anzahl von Lackierboxen derart unterteilten, dass Autos hindurch paßten. Es gab auch ein Reinigungssystem im Boden und ein Ventilationssystem in der Decke. Das bedeutete, dass die Kosten für die Demontage und Entsorgung der technischen Einrichtungen genauso hoch waren wie die Kosten der Entsorgung des gesamten Gebäudes.

Die Studie befaßt sich mit dem Entscheidungsprozess, der in dem Wiederherrichten der alten Lackiererei resultierte, ein Prozess, der sich über einige Jahre hinzog. Während dieser Zeit änderten sich die Anforderungen der Produktion permanent, und ebenso permanent änderten sich die Pläne für die alte Lackiererei.

Über die Zeit hatte Volvo verschiedene Ansätze eingeführt, die Fragen der Arbeitsumgebung und deren Auswirkung auf die Produktivität betrafen. In den 60’ern wurde solchen Aspekten wenig Beachtung geschenkt. Während der 70’er und 80’er Jahre war die vorherrschende Meinung, dass ein hoher Standard in der Arbeitsplatzumgebung sich auch in einer höheren Produktivität auswirken würde und demzufolge waren die Qualitätsgrenzen und -standards zum Teil sehr hoch. Wie auch immer, es konnte jedoch keine klare Verbindung zwischen der Mitarbeiterzufriedenheit, der Produktivität und der Arbeitsplatzumgebung gefunden werden. In den letzten 10 Jahren waren organisatorische Aspekte mehr im Vordergrund und VCC hatte einen mehr partizipativen Ansatz eingeführt, der Arbeitsgruppen mehr unterstützen sollte. Das hatte zu einem enormen Anstieg in Mitarbeiterzufriedenheit und Produktivität geführt. Die Erfahrung im Flächenmanagement war, dass, sobald den Mitarbeitern mehr Einfluß gegeben wurde, ihre Anforderungen bzgl. ihrer eigenen Arbeitsplatzumgebung stetig sanken und natürlich auch die damit verbundenen Kosten. Deswegen schien der höhere Einfluß der Mitarbeiter auf ihre gesamte Arbeitssituation der Schlüssel zu mehr Zufriedenheit und Produktivität zu sein, während die Verbesserung der Arbeitsplatzumgebung eher als Standard und weniger wichtig aussah.

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